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Halter zahlen in Pfullingen bald mehr für ihre Hunde

Der Pfullinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Erhöhung der Hundesteuer beschlossen. Was das genau bedeutet.

»Kannst du dir mich noch leisten?« - Die Hundesteuer in Pfullingen wird Anfang 2026 erhöht. Foto: Christophe Gateau/dpa
»Kannst du dir mich noch leisten?« - Die Hundesteuer in Pfullingen wird Anfang 2026 erhöht.
Foto: Christophe Gateau/dpa

PFULLINGEN. Hundebesitzer in Pfullingen müssen ab dem 1. Januar 2026 etwas tiefer in die Tasche greifen: Die Hundesteuer wird zum Jahresanfang von 120 auf 140 Euro erhöht. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Das letzte Mal gab es 2018 eine Anpassung von 105 auf 120 Euro. »Die Hundesteuer ist eine kommunale Pflichtsteuer, die wir erheben müssen«, erklärte David Bartsch, Leiter der Gruppe Steuern und Abgaben der Stadt Pfullingen.

Ersthunde kosten ab 2026 nun also 140 Euro. Jeder weitere Hund kostet doppelt so viel, also 280 Euro. »Da richten wir uns nach der Mustersatzung des Gemeindetags, die das genau so empfiehlt.« Auch die Steuer auf Listenhunde wird erhöht: von 600 auf 800 Euro. Wenn die Besitzer solcher Hunde jedoch einen Wesenstest vorlegen, der im übrigen lebenslang gültig ist, müssen sie nur noch 700 Euro im Jahr zahlen. Außerdem wurde beispielsweise die Steuer für Zwinger - die kostet dann 350 Euro - angepasst. Darüber hinaus sollen Hundehalterinnen und Hundehalter verschieden Nachweise einreichen, wie etwa ein Bild ihres Hundes oder Unterlagen zur Rassenzugehörigkeit.

Haushaltslage verbessern

»Wir sind nicht die einzige Kommune, die die Hundesteuer anpasst«, betonte Bartsch. Auch die umliegenden Kommunen würden dies tun und das meistens aus dem gleichen Grund: Um die Haushaltslage zu verbessern. Mit der Erhöhung der Hundesteuer im kommenden Jahr rechnet die Stadtverwaltung mit Mehreinnahmen in Höhe von rund 25.000 Euro.

»Wozu dient denn der Rassenachweis?«, fragte Sven Hagmaier (UWV). Dabei gehe es vor allem darum aufzuzeigen, dass es sich bei dem Hund nicht um einen gefährlichen Listenhund handle, erklärte Bartsch. Stephan Wörner (FWV) bezeichnete sich selbst als bekennenden Hundehalter und findet die Erhöhung in Ordnung: »Aber ich bitte gleichzeitig auch darum, dass einige Hundewege mit mehr Mülleimern versehen werden.« Warum könne die Stadtverwaltung nicht den Hundehalten in Pfullingen mit dem kommenden Steuerbescheid auch einen Fragebogen mitsenden, in dem solche Wünsche abgefragt werden? Bürgermeister Stefan Wörner dankte für den Vorschlag zu den Mülleimern, den die Stadtverwaltung aufnehmen werde. »Von einem Fragebogen würde ich aber eher absehen, die meisten Hinweise finden so oder so ihren Weg ins Rathaus.« Jeder könne sich melden. (GEA)