REUTLINGEN. Die sogenannte »Kleine Lederstraße« gehört zu den innerstädtischen Radrouten mit der höchsten Frequenz in der gesamten Stadt. Bis zu 2.000 Radler passieren sie pro Tag. Ihre Bedeutung spiegele sich auch darin wider, dass sie Bestandteil des Radnetzes BW sei, erklärte Oberbürgermeister Thomas Keck bei der offiziellen Wiedereröffnung nach Umgestaltung und Sanierung der Straße.
»Für diese Bedeutung war sie im bisherigen Zustand nicht ausgebaut«, so Keck. Die Fahrbahn war zu schmal, gepflastert und nur in eine Richtung freigegeben. Der angrenzende Gehweg war viel zu schmal, oft kam es zu Konflikten mit Fußgängern. Außerdem kam es an der Ausfahrt aus der Tiefgarage häufig zu gefährlichen Situationen. Weshalb der Gemeinderat beschlossen hat, sie trotz einer klammen Haushaltslage, umzubauen. Dies stelle »einen weiteren Baustein zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs und damit zur notwendigen Verkehrswende in Reutlingen dar«, betonte Keck. 900 Quadratmeter Oberfläche wurden ausgebaut und neu asphaltiert, die Straßenbeleuchtungen, Markierungen und Beschilderungen erneuert. Die Gesamtkosten liegen bei 160.000 Euro, wovon 120.000 Euro aus Fördermitteln von Bund und Land stammen. Pünktlich zum verkaufsoffenen Sonntag konnte man wieder ins Parkhaus einfahren, am Dienstag wurde die Fahrradstraße dann auch für den Radverkehr freigegeben. (GEA)