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Vor 25 Jahren in Reutlingen: Talentbörse floppt

Zeitreise durchs GEA-Archiv.

REUTLINGEN. Wir schreiben den 9. Januar 2001. Rappertshofen kündigt an, sein bestehendes Wohngruppenangebot zu erweitern und sich dadurch dezentraler aufzustellen. Und die Reutlinger Sternsinger vermelden erfolgreiches Klinkenputzen. 8.500 D-Mark haben »Caspar, Melchior und Balthasar für notleidende Kinder in aller Welt« gesammelt. Weniger erfolgreich: Die »Talentbörse« im Quartier Hohbuch/Schafstall, die mangels Zuspruch vor sich hinmickert.

"Im November 1998 war die Talentbörse voller Hoffnung an den Start gegangen. Kürzlich, anlässlich ihres zweiten Geburtstags, war den zum Tauschtreff ge-kommenen neun Mitgliedern nicht zum Feiern zumute. Ihr Projekt ist mangels Nachfrage gescheitert.

Bei der Gründung hatten sich die Initiatoren zum Ziel gesetzt, im ersten Jahr mindestens 40 aktive Teilnehmer für die gute Sache zu gewinnen. ›Nach einem Jahr voller Hoffnung‹, so bedauernd Pfarrer Gerhard Störmer, eine Triebfeder des Projekts, war der Zirkel gerade mal auf 20 angewachsen. Die Liste derer, die etliche teils ganz erstaunliche ›Angebote und Nachfragen‹ ohne den Einsatz von Geld einbrachten, wuchs nur äußerst langsam an. Obwohl alle Nachbarschaftshilfen im monatlich erscheinenden Hohbuch-Brief der evangelischen Kirchengemeinde veröffentlicht wurden." (GEA/ekü)